Von der Gemeinwohl-Region Kreis Höxter zur Vision „Gemeinwohl-Campus“

© Harald Iding

 

Die Gemeinwohl-Ökonomie gewinnt als Ansatz für werteorientiertes Wirtschaften zunehmend an Bedeutung und der Begriff des Gemeinwohls wird vermehrt in Politik und Wissenschaft diskutiert. Mit der Vision eines Gemeinwohl-Campus in Höxter würde dieser Ansatz erstmals zum Mittelpunkt eines Hochschulstandorts werden. 

Dr. Christoph Harrach vertritt aktuell die Professur „Gemeinwohlorientierte Innovationen“ an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. In dieser Rolle koordiniert er die Gründung des Gemeinwohl-Instituts sowie die Weiterentwicklung des Sustainable Campus Höxter zum „Gemeinwohl-Campus“. 

Dabei bring er seine langjährigen praktische Erfahrungen als Social Entrepreneur (u.a. Preisträger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2010, Botschafter der Gemeinwohl-Ökonomie seit 2015) und seine wissenschaftlichen Kompetenzen (Promotion an der TU Berlin zum Nachhaltigkeits-Empowerment von Change Agents) ein.

Foto: Credits TH OWL

Herr Dr. Harrach, als Botschafter der Gemeinwohl-Ökonomie gehören Sie zu deren Gesichtern in Deutschland. Wie erklären Sie die Gemeinwohl-Ökonomie denjenigen, die sich dafür interessieren?

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) lässt sich aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten: Einerseits kann man sie als soziale Innovation verstehen, andererseits stellt sie einen betriebswirtschaftlichen Ansatz im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements dar. 

Als soziale Innovation ist die GWÖ eine zivilgesellschaftliche Bewegung, die seit 2010 mit ihrem starken partizipativen, basisdemokratischen Ansatz weltweit nachgeahmt wird. Im Kern möchte die GWÖ mit ihren innovativen Ansätzen die gesellschaftliche Transformation im Sinne der nachhaltigen Entwicklung fördern. Die Konzepte und Instrumente wurden in den letzten Jahren aus einem Netzwerk engagierter Unternehmer:innen und zivilgesellschaftlicher Akteur:innen ko-kreativ entwickelt. Eine prägende Rolle spielte dabei der österreichische Autor und Aktivist Christian Felber, der die grundlegenden Ideen, Zielsetzungen und Instrumente der Bewegung in seinem Buch „Die Gemeinwohl-Ökonomie“ zusammengefasst hat. Auch sind Governance-Strukturen einer internationalen zivilgesellschaftlichen Organisation entstanden, wie z.B. Länder- und Regionalvereine sowie diverse Akteur:innenkreise, die in einem offenen Prozess die Themen der GWÖ kontinuierlich weiterentwickeln. Diese kollektive Herangehensweise ist ein zentrales Merkmal der GWÖ und unterscheidet sie von klassischen, top-down entwickelten wirtschaftspolitischen Ansätzen. 

Eine wesentliche Fragestellung der GWÖ war von Beginn an, wie sich die Wirkungen von Unternehmen auf das Gemeinwohl evaluieren lassen. Aus dieser Perspektive heraus hat die GWÖ-Bewegung mit der sogenannten „Gemeinwohl-Bilanz“ ein praktisches betriebswirtschaftliches Werkzeug entwickelt, um betriebliche Aktivitäten systematisch an sozialen, ökologischen und demokratischen Werten auszurichten. Diese Bilanz lässt sie sich in der Betriebswirtschaftslehre insbesondere im Kontext von Nachhaltigkeits- und CSR-Management im Bereich der nicht-finanziellen Berichterstattung verorten. Mittlerweile haben rund 1.200 Unternehmen die Gemeinwohl-Bilanz angewendet, um ihre nachhaltigkeitsrelevanten Auswirkungen strukturiert zu erfassen, transparent darzustellen und gezielt weiterzuentwickeln. Anders als klassische Erfolgskennzahlen geht sie über eine rein finanzielle Bewertung hinaus und fragt danach, welchen Beitrag ein Unternehmen zum Gemeinwohl leistet. Basis der Gemeinwohl-Bilanz ist die Gemeinwohl-Matrix mit ihren sechs Werten in den Spalten: Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitentscheidung. Diese Werte werden mit fünf Stakeholder-Gruppen, Lieferant:innen, Finanzpartner:innen, Mitarbeitende, Kund:innen und Gesellschaft in Beziehung gesetzt. Daraus entstehen 20 Themenfelder mit konkreten Fragen und Kriterien. Welche genau das sind, wird in einem Arbeitsbuch festgehalten. Die Matrix wird regelmäßig von Akteur:innen der Bewegung überarbeitet und weiterentwickelt. Aktuell gilt Version 5.1. Die sechs Werte sollen zeigen, was „Gemeinwohl“ konkret bedeutet. Allerdings ist umstritten, ob man dieses komplexe Konzept so einfach definieren kann. In einer Studie wurde jedoch 2019 belegt, dass das Verständnis der GWÖ von Gemeinwohl sich grundsätzlich mit dem des Bevölkerungsdurchschnitts in Deutschland deckt. Neben etablierten Themen des Nachhaltigkeitsmanagements wie Lieferketten oder Ressourcenschonung, erweitert die GWÖ den Diskurs um grundlegende Fragen nach den Zielen und Grenzen wirtschaftlichen Handelns. Dazu gehören etwa die kritische Auseinandersetzung mit Wachstumsorientierung, die Bedeutung suffizienter Wirtschaftsweisen sowie weiterführende Ansätze eines umfassend nachhaltigen Wirtschaftens. 

In meinem Buch „Transformation von Unternehmen mit der Gemeinwohl-Ökonomie – Wissen, Werkzeuge und Motivationen zur nachhaltigen Organisationsentwicklung“ habe ich die Konzepte der GWÖ dargelegt und biete einfache Tools wie den „Gemeinwohl-Check“ zur vereinfachten Umsetzung in Unternehmen an. 

Warum ist die Arbeit als Botschafter der Gemeinwohl-Ökonomie wichtig?

Als Botschafter unterstütze ich die Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie ehrenamtlich, weil sie einerseits starke inhaltliche Impulse für den notwendigen Kulturwandel im Wirtschaftssystem setzt und andererseits konkrete Instrumente zur Umsetzung dieser Ideale für die zukunftsfähige Entwicklung liefert. Zudem besteht die GWÖ aus einem großen Netzwerk von Vordenker:innen der Nachhaltigkeit, welches eine sinnstiftende Community für mich darstellt.

Vielleicht ein paar Hintergründe zu meiner GWÖ-Geschichte: Ich habe bereits seit 2012 Kontakt zur GWÖ, also einem Jahre nach Gründung des ersten “Vereins zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie” in Österreich. Damals organisierte ich als Unternehmer die jährliche „KarmaKonsum Konferenz“ in Frankfurt, zur damaligen Zeit eine Leitveranstaltung mit eigenen Existenzgründerpreis im Feld nachhaltiger Wirtschaft. Die GWÖ steckte als Bewegung noch in den Kinderschuhen und die KarmaKonsum Konferenz 2012 bewirkte einige soziale Innovationen innerhalb der jungen GWÖ, z.B. dass die Regionalgruppe Rhein-Main gegründet wurde. Als ich 2015 gefragt wurde, ob ich Botschafter der Bewegung werden möchte, habe ich gerne zugesagt. Ich wurde dadurch in den Kreis relevanter Vordenker:innen der nachhaltigen Entwicklung aufgenommen. Mit dabei sind z.B. Persönlichkeiten wie Ernst Ulrich von Weizsäcker, ehemaliger Präsident des Club of Romes, Kate Raworth, britische Wirtschaftswissenschaftlerin mit Lehre in Oxford und Cambridge, Dr. Antje von Dewitz, Geschäftsführerin VAUDE Sport GmbH & Co. oder die österreichische Unternehmerin, Köchin und Autorin Sarah Wiener. Für mich bedeutet diese ehrenamtliche Aufgabe, die Themen der GWÖ in meinem Wirkungsfeld zu fördern. 

So konnte ich seit 2019 das Thema Gemeinwohlorientierung in meiner Heimat, der Region Ostwestfalen-Lippe in NRW, voranbringen, indem ich erste Prototypen zur gemeinwohlorientierten Entwicklung mit Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen und Zivilgesellschaft umgesetzt habe. Zentrale Akteurin vor Ort ist seit 2017 die gemeinnützige und parteipolitisch-unabhängige Stiftung Gemeinwohl-Ökonomie NRW in Steinheim als Projektträgerin verschiedener Förderprojekte, die ich hauptamtlich mitbegleiten durfte. So habe ich im LEADER-Projekt „Gemeinwohl-Region Kreis Höxter“ in den Jahren 2019 bis 2021 die drei Städte Steinheim, Brakel und Willebadessen dabei unterstützt, ihre Kommunalverwaltungen nach den Richtlinien der GWÖ zu evaluieren. Daneben habe ich dank meiner Ausbildung zum zertifizierten Gemeinwohl-Ökonomie-Berater in mehr als 20 Unternehmen in OWL, u.a. die Vereinigte Volksbank Brakel, die Managementpraktiken der GWÖ in der betrieblichen Praxis eingeführt. Diese Gemeinwohl-Bilanzierungen habe ich größtenteils als Service-Learning-Modul an der Universität Paderborn umgesetzt. Dabei haben Studierende der Wirtschaftswissenschaften die GWÖ theoretisch kennengelernt und in einem Praxisteil, das Werkzeug Gemeinwohl-Bilanz bei realen Unternehmen angewendet. Im Ergebnis konnten mit diesem Lehrangebot ein Beitrag zur Förderung der Gestaltungskompetenz der Teilnehmer:innen im Sinne des Rahmenwerks „Bildung Nachhaltige Entwicklung (BNE)“ geleistet werden.

Im folgenden Projekt „AGIL – Akademie für Gemeinwohl im ländlichen Raum“, das vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW ab 2023 gefördert wurde, konnte ich als Mitarbeiter der Stiftung Gemeinwohl-Ökonomie NRW in einem transdisziplinären regionalen Verbund gemeinwohlorientierte Bildungsprogramme nach den Richtlinien der Berufsbildung Nachhaltige Entwicklung (BBNE) mitentwickeln. Mit diesen Vorarbeiten und einer exzellenten Medienberichterstattung (u.a. in den Zeitschriften brandeins oder Spiegel sowie Beiträge im ZDF und Deutschlandfunk) hat der Kreis Höxter eine hohe nationale Bedeutung als Pionierstandort der GWÖ erlangt. Das hat u.a. dazu geführt, dass der Kreis Höxter in seiner 2024 verabschiedeten Regionalentwicklungsstrategie ein Ziel festgeschrieben hat: Die Positionierung als Gemeinwohl-Region soll dem Standortmarketing dienen. Es werden seitens des Kreises Höxter darin Chancen für die Fachkräftegewinnung gesehen.

Mit Ihrer Erfahrung im Themenfeld planen Sie, das Konzept „Gemeinwohl-Campus“ umzusetzen. Das klingt sehr spannend und wir freuen uns, auch mehr darüber zu erfahren.

Ich arbeite seit 2023 an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Durch meine dortige Tätigkeit als „Nachhaltigkeits-Manager“ wurde ich seitens der Hochschulleitung eingeladen, mich in der Weiterentwicklung unseres Standorts in Höxter einzubringen. Der Standort Höxter, auch mit seinen umweltbezogenen Studiengängen „Sustainable Campus“ genannt, steht heute exemplarisch für die Herausforderungen vieler ländlicher Hochschulstandorte im demografischen Wandel. Sinkende Geburtenzahlen, Abwanderung junger Menschen und eine begrenzte regionale Rekrutierungsbasis führen dazu, dass die Zahl potenzieller Studierender langfristig schrumpft. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Hochschulen, regionale Innovation, Fachkräftesicherung und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken – bei rückläufigen staatlichen Finanzierungsquellen. Studien zu schrumpfenden Hochschulstandorten zeigen, dass besonders kleinere, periphere Standorte unter hohem Anpassungsdruck stehen, aber zugleich große Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit ihrer Regionen und der demokratischen Entwicklung vor Ort haben. Vor diesem Hintergrund werden neue Ansätze benötigt, um Forschung, Lehre und Transfer in ländlichen Räumen abzusichern. Es sind grundsätzliche Transformationen der Hochschulstandorte nötig.

In diesem Kontext habe ich das Konzept „Gemeinwohl-Campus“ vorgeschlagen. Ein solcher Campus steht als Vision für einen zukunftsgewandten Hochschulstandort, der seine Rolle im Wissenschaftssystem neu definiert: als verlässlicher Anker im ländlichen Raum, als Motor sozialer und technischer Innovationen in einem gemeinwohlorientierten regionalen Ökosystem und als Lernort für eine demokratische, gemeinwohlorientierte Zukunft. Das heißt, wir arbeiten an der TH OWL gerade daran, den Standort vom Sustainable Campus in einem Gemeinwohl-Campus weiterzuentwickeln. 

Das Konzept Gemeinwohl-Campus knüpft inhaltlich an zwei zentrale strategische Leitlinien an: die Nationale Strategie für Soziale Innovationen und Gemeinwohlorientierte Unternehmen (SIGU) sowie das Positionspapier „Perspektiven 2040“ des Wissenschaftsrats. Beide setzen Impulse für eine zukunftsfähige Ausrichtung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, indem sie soziale Innovation, Gemeinwohl und gesellschaftliche Verantwortung stärker in den Mittelpunkt stellen. Die SIGU-Strategie verfolgt das Ziel, soziale Innovationen systematisch zu fördern, ihre Rahmenbedingungen zu verbessern und gemeinwohlorientiertes Unternehmertum als festen Bestandteil des Innovationssystems zu etablieren. Sie betont insbesondere die Bedeutung von Kooperationen zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik sowie die Notwendigkeit neuer Transferformate, die über klassische Technologietransfers hinausgehen. Das Positionspapier „Perspektiven 2040“ des Wissenschaftsrats ergänzt diese Zielsetzung, indem es Hochschulen als aktive Gestalter gesellschaftlicher Transformation beschreibt. Dabei spielt der Gemeinwohl-Begriff eine zentrale Rolle: „Alle Einrichtungen des öffentlichen Wissenschaftssystems sind dem Gemeinwohl verpflichtet und haben den Auftrag, gesellschaftliche Wirkungen zu entfalten“. Das Papier fordert eine stärkere Öffnung von Hochschulen in die Gesellschaft hinein, die Förderung transdisziplinärer Forschung sowie die Entwicklung neuer Lern- und Experimentierräume, in denen Wissen gemeinsam mit Praxisakteuren entsteht. Vor diesem Hintergrund soll der Campus Höxter als Reallabor konzipiert werden, in dem diese strategischen Ansätze umgesetzt und erprobt werden. Die vier zentralen Handlungsfelder Bildung, Netzwerk, Forschung und Internationalisierung bilden dabei die strukturelle Grundlage:

Im Bereich Bildung werden neue transdisziplinäre Lehr- und Lernformate entwickelt, die Studierende frühzeitig mit realen gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontieren und Kompetenzen im Bereich sozialer Innovation und Gemeinwohlorientierung fördern. Projektbasiertes Lernen, interdisziplinäre Curricula und enge Kooperationen mit Praxispartnern tragen dazu bei, Theorie und Anwendung eng zu verzahnen. Dieser neue Ansatz der Kompetenzentwicklung soll auch die Richtlinien der BNE umsetzen. 

Das Handlungsfeld Netzwerk zielt darauf ab, ein regionales und überregionales Innovations-Ökosystem aufzubauen, in dem Akteur:innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft zusammenarbeiten. Durch diese Vernetzung entstehen Räume für Austausch, Co-Kreation und gemeinsames Lernen, die essenziell für die Entwicklung und Skalierung sozialer und gemeinwohlorientierter Innovationen sind. 

In der Forschung wird der Campus Höxter gezielt auf transdisziplinäre und anwendungsorientierte Projekte ausgerichtet, die gesellschaftliche Herausforderungen adressieren und gemeinsam mit Praxispartnern bearbeitet werden. Um Forschungen zum Gemeinwohl fachbereichsübergreifend an der TH OWL zu verankern, soll das Gemeinwohl-Institut in Höxter gegründet werden, in dem Themen wie nachhaltige Regionalentwicklung, soziale Teilhabe und ökologische Transformation im Fokus stehen werden. Die Forschung dient nicht nur der Erkenntnisgewinnung, sondern auch der direkten Erprobung von Lösungsansätzen im Sinne eines Reallabors. 

Das vierte Handlungsfeld, die Internationalisierung, erweitert diese Aktivitäten um eine globale Perspektive. Durch internationale Kooperationen, Austauschprogramme und gemeinsame Forschungsprojekte wird der Campus in globale gemeinwohlorientierte Netzwerke eingebunden und kann von internationalen Erfahrungen im Bereich sozialer Innovation profitieren. Gleichzeitig trägt er dazu bei, eigene Ansätze sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln. 

In der Gesamtschau entsteht so ein integrierter Ansatz, in dem Bildung, Forschung, Vernetzung und internationale Zusammenarbeit ineinandergreifen und den Campus Höxter zu einem lebendigen Experimentierraum für die Umsetzung der SIGU-Strategie und der Perspektiven 2040 machen. Der Campus fungiert damit nicht nur als Ort der Wissensvermittlung, sondern als aktiver Motor gesellschaftlicher Transformation, in dem neue Formen der Zusammenarbeit erprobt, innovative Lösungsansätze entwickelt und nachhaltige Strukturen für gemeinwohlorientiertes Handeln geschaffen werden.

Wesentlich bei dem Vorhaben ist auch, dass in Höxter ein Transformationsmodell für andere Hochschulen in ländlichen Räumen entwickelt werden soll. Dazu haben wir diese Vision formuliert:

„Der Hochschulstandort Höxter der TH OWL stellt 2040 ein bundesweit bekanntes und renommiertes Beispiel für ein gemeinwohlorientiertes Innovationsökosystem dar und hat einen Transformationsprozess in Lehre, Forschung und Transfer erfolgreich abgeschlossen. Die Leitlinien des Positionspapiers „Wissenschaft in Deutschland – Perspektiven bis 2040“ des Wissenschaftsrats – Exzellenz, Wirkung, Integrität, Teilhabe und Ressourcenverantwortung – wurden dazu Schritt für Schritt am Sustainable Campus Höxter der TH OWL erfolgreich pilothaft umgesetzt – durch die transdiziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie Zivilgesellschaft ist in Höxter ein Gemeinwohl-Campus entstanden. Ergebnis der Standortweiterentwicklung ist auch das wissenschaftlich fundierte „Höxteraner Transformationsmodell“, welches nationale Anerkennung findet und von anderen Hochschulen als Blaupause eigener Transformationsprozesse genutzt wird.

Auftrag des neuen Gemeinwohl-Instituts ist also u.a. auch, Blaupausen für weitere „Gemeinwohl-Campi“ zu entwickeln, die anderen Hochschulen mit ähnlichen demografischen und regionalen Herausforderungen Orientierung bietet. Dazu führen wir aktuell erste Gespräche.“

Wer sein Thema in einem Spotlight präsentieren möchte, kann sich an das Team Wissenschaft wenden!

Team Wissenschaft der TU Dortmund

Wer steckt hinter dem Spotlight Wissenschaft?

Der Einblick in den Gemeinwohl Campus Höxter entstand federführend durch Dr. Christoph Harrach in Zusammenarbeit mit dem Team Wissenschaft der TU Dortmund.