Uns stehen im Jahr 2026 große gesellschaftspolitische Herausforderungen bevor. SIGUs bieten mit nachweislicher Effektivität gerade jetzt eine passende Antwort auf eine unsichere Zukunft.
Lösungspotenziale ausschöpfen
2026 verspricht ein wichtiges Jahr zu werden, auch und gerade für SIGUs. In den fünf anstehenden Landtagswahlen (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern) geht es neben essenziellen demokratischen Grundsätzen auch um die (finanzielle) Förderung von gemeinwohlorientierten und zivilgesellschaftlichen Vorhaben. Außerdem bleiben der Arbeitsmarkt, Integration sowie die Gesundheits- und Altersversorgung ganz oben auf der Agenda.
So zeigt eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) (2025), dass voraussichtlich bereits bis 2028 rund 768.000 Stellen in Deutschland nicht mit ausreichend qualifizierten Fachkräften besetzt werden können. Bis 2036 wird weiterhin mit einer Lücke von ungefähr 7 Millionen Arbeitskräften gerechnet. Ein existenzielles Problem für Wirtschaft und Unternehmen sowie unsere sozialen Sicherungssysteme wäre die Folge (Auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter im Jahr 2022 kommen circa 51 erwerbsfähige Personen. Im Jahr 2040 werden es ungefähr 63 Personen sein).
Laut KfW Research (2025) werden jedoch bislang viele Potenziale „wie etwa die Einbindung älterer Menschen, ausländischer Fachkräfte oder Frauen“ noch viel zu wenig ausgeschöpft – „obwohl sich solche Maßnahmen zunehmend als lohnend erweisen dürften“.
Problemlösungsmaschinen in unsicheren Zeiten
Das zeigen auch SIGUs. Sie liefern genau hier überzeugende und wirksame Lösungen. Einige davon haben wir in unserem Lösungsfinder zusammengetragen, wie zum Beispiel die ReDi School, die bereits mehr als 30.000 Studierende aus 138 Nationen mit arbeitsmarktrelevanten digitalen Kompetenzen ausgestattet hat. Oder das Institut für Inklusive Bildung der Universität Kiel, das Menschen mit kognitiven Behinderungen in einem innovativen 3-jährigen Modell zu Bildungsfachkräften qualifiziert.
Trotz dieser nachweislich wirksamen Ansätze erleben wir derzeit jedoch eher Zurückhaltung bis hin zu einem Backlash in Bezug auf derartige Integrations-, Diversity- und Inklusionsansätze oder auch neue Arbeitsmodelle.
Unsicherheit als Innovationsbremse
Dies lässt sich unter anderem auch mit den konzeptionellen Abkürzungen VUCA– oder BANI erklären. BANI beschreibt dabei eine Welt voll erschütternder Brüchigkeit, diffuser Angstgefühle, nicht-linear aufeinanderfolgenden – und damit nicht erwartbaren – Ereignissen sowie ein zunehmendes Unverständnis (Englisch: Incomprehensibility) für die wahrgenommene Welt.
Besser als ihr Ruf
Gleichzeitig sehen wir derzeit einen Rückgang öffentlicher und privater Förderung und Finanzierung von gemeinwohlorientierten Unternehmen und von zivilgesellschaftlichen Vorhaben. Privatspenden in der deutschen Bevölkerung sind laut Maecenata Stiftung (2025) sogar „seit Jahrzehnten konstant rückläufig“. So liegt der Anteil an privaten Spenden am Gesamtbudget zivilgesellschaftlicher Organisationen inzwischen bei nur noch unter 30 % (ehemals 50%). Und diejenigen, die spenden, tun dies in geringerem Ausmaß und über einen viel kürzeren Zeitraum als ihre Elterngeneration – „bei den meisten Organisationen spendet weniger als die Hälfte der Neuspendenden ein zweites Mal.“
Tiefergehende Befragungen belegen, dass rund ein Drittel der Gesellschaft ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber Spenden und Organisationen der Zivilgesellschaft empfinden – bis hin zu vollständiger Ablehnung derselben. Maecenata Stiftung (2025)
Dabei leisten SIGUs nachweislich einen klaren, auch wirtschaftlichen, Mehrwert, gerade in den Politikbereichen mit besonders hoher Aufmerksamkeit und Handlungsdruck. Das betonen sowohl der Innovators Club des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB) als auch das Gutachten zu Forschung, Innovation und Technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands (2024) der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI).
Soziale Innovationen unterstützen laut EFI „Veränderungen im individuellen und kollektiven Verhalten, die – oft im Zusammenspiel mit neuen Technologien – diese Transformationen vorantreiben“. Sie dienen demnach als ein “wesentliches Element zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen.“
Dies wird noch klarer angesichts der 3 Millionen Menschen, die laut Ramboll (2025) in Gemeinwohlorientierten Unternehmen einen Jahresumsatz von über 70 Milliarden Euro erarbeiten – das sind mehr als drei- bis viermal so viele Angestellte wie in der Automobilindustrie.

SIGUs bieten passende Lösungen
Gerade jetzt, da kosteneffiziente Lösungen für Staat und Wirtschaft mit nachweisbarer Wirkung so gefragt sind wie selten zuvor, sollten sich SIGUs also eher mehr statt weniger Aufmerksamkeit und Unterstützung erfreuen.
Ein Beispiel: Joblinge ist ein Sozialunternehmen, das junge Arbeitslose dabei unterstützt, einen Job zu finden. Für 2022 berechnete das Unternehmen die staatlichen Einsparungen durch seine Arbeit nach 10 Jahren etwa auf 140.000 Euro pro vermitteltem Arbeitslosen. Allein im Jahr 2022 konnte Joblinge fast 1000 junge Menschen erfolgreich vermitteln.
Für die erfolgreiche Eingliederung von Geflüchteten in den ersten Arbeitsmarkt rechnete das Sozialunternehmen Social Bee schon im Jahr 2020 aus, dass bereits in ihren ersten 3 Gründungsjahren der Staatskasse um 5,2 Millionen Euro an Sozialleistungen und Integrationskosten erspart wurden.
SIGUs haben also das Potenzial dazu, die Problemlösungsmaschinen zu sein, die wir auch in 2026 dringend brauchen. Dafür bedarf es Rahmenbedingungen, die antreiben und Möglichkeitsräume schaffen sowie eine Gesellschaft, die auf genau diese Lösungskompetenz baut und vertraut.




