Social Reporting Standards (SRS)
Wirkung berichten
Von: Social Reporting Initiative e.V.
Anwender:innen des Tools: Unternehmen / Organisation
Anwendbarkeit: International
Der Social Reporting Standard ist ein Berichtsstandard, der einheitliche Richtlinien für die Berichterstattung von Initiativen und Projekten bietet. Es werden systematisch alle relevanten Elemente von der Organisation bis zum Finanzbereich analysiert und anhand des Handbuchs Wirkungsketten erstellt.
Evaluierung des Tools
Entwicklungsphase
Reifephase, Wachstumsphase und Skalierungsphase
Ziel
Ziel des Social Reporting Standard (SRS) ist es, durch einen einheitlichen Rahmen für wirkungsorientierte Berichterstattung Transparenz und Vergleichbarkeit nach außen zu schaffen. Gleichzeitig dient die strukturierte Darstellung der Zusammenhänge zwischen Maßnahmen und ihren Wirkungen als internes Lerninstrument, da dadurch Zusammenhänge sichtbar werden und die eigene Arbeit gezielt reflektiert und weiterentwickelt werden kann.
Anwendbarkeit
Der Social Reporting Standard (SRS) ist ein freiwilliger Berichtsstandard für wirkungsorientierte Organisationen. Er ist ohne externe Prüfung anwendbar. Seine klare und zugleich flexible Struktur ermöglicht es Organisationen, ihre Wirkung systematisch zu erfassen und transparent darzustellen.
Komplexität
Der Social Reporting Standard (SRS) ist strukturiert und nachvollziehbar aufgebaut und bietet einen konzeptionellen Rahmen für ein systematisches Wirkungsmanagement sowie eine transparente Wirkungsberichterstattung. Durch die Orientierung an der IOOI-Logik (Input–Output–Outcome–Impact) unterstützt er Organisationen dabei, Problemstellung, Zielgruppen, Leistungen und angestrebte Wirkungen systematisch darzustellen und eine eigene Wirkungslogik zu entwickeln. Die zentrale Herausforderung liegt in der inhaltlichen Ausgestaltung. Der SRS gibt keine fertigen Indikatoren oder Messinstrumente vor, sondern verlangt von Organisationen, geeignete Indikatoren selbst zu entwickeln und methodische Vorgehensweisen zur Datenerhebung und Evaluation festzulegen.
Kosten
kostenlos
Zeithorizont
Der Social Reporting Standard (SRS) sollte im Idealfall erst angewendet werden, wenn eine Organisation mindestens ein Jahr tätig ist und erste messbare Ergebnisse vorweisen kann, da er auf einer klaren Wirkungslogik und belastbaren Daten basiert. In der Anfangsphase kann er zunächst als Planungsinstrument genutzt und später um konkrete Ergebnisse ergänzt werden.
Alltagsnutzung
Der Social Reporting Standard (SRS) erleichtert den Arbeitsalltag, weil die Wirkungslogik dabei hilft, Ziele, Maßnahmen und Ressourcen stimmig aufeinander abzustimmen und Entscheidungen an der angestrebten Wirkung auszurichten. Durch die klare Struktur des Berichts sind Inhalte besser zugänglich und können für unterschiedliche externe Anforderungen effizient genutzt und angepasst werden. Zudem wird der SRS häufig von Fördermittelgebern als strukturierte Grundlage eingefordert (z.B. für Förderanträge). Zugleich schafft die regelmäßige Erstellung einen festen Rahmen für die gemeinsame Reflexion im Team und hilft, mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Aussagekraft
Durch den Social Reporting Standard (SRS) berichten Organisationen darüber, welches gesellschaftliche Problem sie adressieren, legen ihre Wirkungskette dar und machen ihre Aktivitäten und angestrebten Veränderungen nachvollziehbar. Da umfassend über Ziele, Vorgehen und Ressourcen berichtet wird, kann dies zur Glaubwürdigkeit der berichtenden Organisation beitragen. Die fehlende externe Prüfpflicht führt dazu, dass die Qualität der Aussagen maßgeblich davon abhängt, wie sorgfältig die Wirkungslogik und die berichteten Informationen erarbeitet wurden.
Bezug zu anderen Konzepten
Der Social Reporting Standard (SRS) orientiert sich am IOOI-Modell und nutzt dessen Struktur zur systematischen Darstellung von Wirkung. Darüber hinaus greift er zentrale Elemente einer Theory of Change auf, ohne eine vollständig ausgearbeitete ToC vorauszusetzen.