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Die Triple, Quadruple und Quintupel Helixen sind aufeinander aufbauende Erklärungsmodelle zur Entstehung von Innovationen. Dabei stehen die sogenannten Helixen (zylindrische Spiralen, siehe Darstellung S. 4) für Untersysteme und verschiedene Sektoren in der Gesellschaft, die jeweils eine Rolle für Innovationen spielen und miteinander interagieren. Dabei bringt jeder Sektor eine spezielle Form des Wissens in das Innovationsgefüge ein. In den 1990er Jahren gab es zunächst das Triple Helix-Modell (Dreifache Innovationshelix). Das Triple-Helix-Modell zeigte, dass vor allem die drei Sektoren Politik, Wissenschaft und Wirtschaft an der Entstehung von Innovationen beteiligt sind. Diese Annahme wurde schon bald durch die Quadrupel-Helix (Vierfache Innovationshelix) ergänzt, indem ein weiterer vierter Sektor hinzugefügt wurde: Man erkannte, dass auch die Zivilgesellschaft sowie die medien- und kulturbasierte Öffentlichkeit eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Innovationen und auch bei der Produktion und Verbreitung von Wissen spielen. Aufgrund des absehbaren Klimawandels zeichnete sich dann ungefähr seit den Jahren 2009/2010 ab, dass auch die globale Erwärmung zwangsläufig eine weitere treibende Kraft für Innovationen sein wird. So entstand das Modell der Quintupel Helix (Fünffache Innovationshelix), die als einen weiteren fünften Sektor die natürliche Umwelt des Menschen mitberücksichtigt. Hierauf baut wiederum die Strategie auf, dass eine nachhaltige Entwicklung die globale Erwärmung aufhalten kann (Vgl. Carayannis, Barth, Campbell 2012 ).