Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen
Förderberechtigte
Bildungseinrichtung, Gemeinwohlorientiertes Unternehmen, Genossenschaft, Intrapreneur:in, Kommunales Unternehmen, Öffentliche Einrichtung, Social Startup, Sozialunternehmen, Stiftung, Unternehmen, Verein / Verband, Wohlfahrtsorganisation(Vorraussetzung ist der Gemeinnützigskeitsnachweis)Fördergebiet
BundesweitFörder- / Finanzierungsart
ZuschussThemenfelder
Demokratieförderung / Gesellschaftlicher Zusammenhalt / Politische BildungBegegnungs- und Dialogformate, Dritte OrteHöhe der Fördersumme
6.000 Euro Konzeptionsphase, bis zu 140.000 Euro UmsetzungsphaseAnsprechpunkt
Bundesverband Soziokultur, Berlin
Kurzzusammenfassung
“Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen” ist ein gemeinsames Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung und des Bundesverbands Soziokultur. Immer mehr Menschen in Deutschland fühlen sich von der Politik weder gehört noch angesprochen und stehen der Demokratie gleichgültig gegenüber. Wenn das Vertrauen schwindet und Diskurse spalten, braucht es neue Wege, um den Mehrwert von Gemeinschaft wieder erlebbar zu machen.
Das Förderprogramm „Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen“ möchte diesen Tendenzen etwas Positives entgegensetzen und Menschen die Möglichkeit geben, den Mehrwert von Demokratie und Gemeinschaft wieder selbst zu erfahren. Dabei sollen Projekte und Aktionen dort stattfinden, wo Menschen sich häufig und gerne aufhalten: an Alltags- oder Freizeitorten. Das Förderprogramm unterstützt Kooperationen aus Ortebetreiber:innen, Soziokultur und politischer Bildung dabei, verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Meinungen an dem Ort konstruktiv ins Gespräch zu bringen und gemeinsame Ideen für Veränderung umsetzen. Experimentierfreude ist ebenso gefragt wie genaues Hinhören, was es im Umfeld braucht. So wird der Ort gemeinsam mit anderen Menschen aus dem Umfeld zu einem kommunikativen Treffpunkt, den man zusammen gestaltet und wo man etwas bewegen kann – zu einem gemeinsamen Allzeitort.
Ob Schwimmbad, Teestube oder Vereinsheim, ob Elterncafé, Baumarkt oder Parkanlage, ob Nachbarschaftstreff oder Räume in Kirchen, Synagogen oder Moscheen, ob Suppenküche, Fitnessstudio oder KFZ-Werkstatt: Orte, die Menschen ohnehin aufsuchen, bieten großes Potenzial, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, Dialog zu ermöglichen und gemeinsames Handeln anzustoßen. Dabei geht es nicht um fertige Lösungen, sondern um ein gemeinsames Suchen und Gestalten. Die besten Ideen entstehen oft direkt aus den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen, die den Ort nutzen und beleben. Mit einladenden, kreativen und partizipativen Ansätzen sollen unterschiedliche Menschen ab 16 Jahren zusammengebracht werden. Ziel ist es, über den Förderzeitraum hinaus eine dauerhafte Kultur des Dialogs zu etablieren und so das demokratische Miteinander vor Ort nachhaltig zu stärken.
Voraussetzungen für die Antragstellung
- bis 17. Mai 2026 23:59 Uhr Antrag zum geplanten Vorhaben einreichen
- Die antragstellende Einrichtung muss gemeinnützig sein und ihren Sitz in Deutschland haben (Vereinsregisterauszug). Die anderen Trio-Partner*innen müssen nicht gemeinnützig sein.
- Antragstellung als Trio aus den Bereichen Soziokultur, politische Bildung und Alltags- bzw. Freizeitort (Absichtsbekundungen der Trio-Partner:innen).
- Der Antrag besteht aus einer Ideenskizze zu eurem Vorhaben, Kurzinfos zu den drei Kooperationspartner:innen, zur Situation am Durchführungsort und zu möglichen Aktivitäten. Hier kannst du die Fragen des Antrags einsehen.
Zeitplan
- Ende Juni 2026: Auswahl von 15 Ideenskizzen durch die Jury
- Juli – Mitte November: Konzeptionsphase mit einer Förderung von 6.000 Euro: Erstellung eines Konzepts mit Kosten- und Finanzierungsplan.
- Dezember 2026: Auswahl von sieben Trios durch die Jury
- Januar 2027 – September 2029: Umsetzungsphase der sieben Projekte (bis zu 140.000 Euro Förderung)
- Januar 2027 – September 2029: Qualifizierung, Wissenstransfer und Vernetzung für alle 15 Projekte
Weitere Informationen unter dem unten stehenden Link.